Spielifizierte kollaborative Diensteplattform für Pflegeberufe


Pflegeberufe: Steigender Bedarf bei hoher Belastung
2,6 Millionen Menschen waren 2013 pflegebedürftig, 2050 werden es vermutlich mehr als 4 Millionen Menschen sein (Quelle: Statistisches Bundesamt). Der steigende Bedarf an Pflegekräften trifft jedoch auf schwierige Arbeitsbedingungen. Hohe physische und psychische Belastungen sowie Beeinträchtigungen des sozialen Lebens durch Schichtarbeit prägen den Berufsalltag. Gleichzeitig haben Studien gezeigt, dass eine Beteiligung der Mitarbeiter an der Gestaltung ihres Dienstplans und eine höhere Planungssicherheit bezüglich ihrer Freizeitgestaltung in einer signifikant besseren Bewertung der Arbeitssituation resultieren.
Digitale Planungsassistenz - Arbeitswissenschaftliche Begleitung - Erlebnisorientierte Gestaltung
In die Konzeption der kollaborativen Planung und Umsetzung in Form eines digitalen Dienstes fließen arbeitswissenschaftliche, algorithmische und fachlich-technische Kenntnisse sowie die Expertise von Anwendern ein. Eine kollaborative Arbeitszeitgestaltung kann nur gelingen, wenn die Mitarbeiter motiviert werden, ihre individuellen Bedürfnisse mit denen ihrer Kollegen und den betrieblichen Belangen abzuwägen. Dies wird durch eine erlebnisorientierte Gestaltung der Mitwirkung nachhaltig unterstützt. Mehrere Entwicklungszyklen ermöglichen es, die Plattform auf Basis von Anwendungserfahrungen kontinuierlich zu verbessern.
Verbesserung der Arbeitssituation durch teamorientierte Selbstorganisation
Das zentrale Ziel ist die Minderung der nachteiligen Bedingungen der Schichtarbeit, insbesondere der Einschränkung des sozialen Lebens von Beschäftigten in Pflegeberufen, durch attraktive, digitale Beteiligung an einem kollaborativ gestalteten Dienstplanungsprozess, welcher eine teamorientierte Selbstorganisation ermöglicht. Zur Operationalisierung dieses Ziels werden die Erarbeitung des kollaborativen Prozesses, die Integration in den beruflichen Alltag, die Entwicklung und Erprobung einer digitalen Assistenz-Plattform und eine nachhaltige Motivation durch erlebnisorientierte Gestaltung als fachliche Ziele verfolgt.
Einbeziehung von Praxispartnern, Schulungsmodul, Übertragung auf weitere Planungsaufgaben
Der Transfer der Projektergebnisse in die Praxis wird sowohl durch die Protestantische Altenhilfe Westpfalz gGmbH als zentralem Anwendungspartner als auch durch die Integration mehrerer Unternehmen aus der Sozialwirtschaft erreicht. Zusätzlich werden die Ergebnisse in einem Schulungsmodul "Dienstplanung in Sozialunternehmen in Zeiten von Industrie 4.0" zusammengefasst. Darüber hinaus werden die gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich der kollaborativen, Assistenten basierten Planung sowie der erlebnisorientierten Gestaltung auf Planungssituation außerhalb der Sozialwirtschaft übertragen.

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